Gelassenheit, das Mittel der Wahl

Gelassenheit, das Mittel der Wahl

Gelassenheit ist in der heutigen Zeit etwas, nachdem viele Menschen streben. Aber was genau ist damit gemeint? Und wie kann sie in unsere eher hektische, leistungsorientierte Welt integriert werden?

Definitionen gibt es viele. Hier wird eine eher weltliche zitiert, wie sie auf Wikipedia zu finden ist. Da steht:

«Gelassenheit, Gleichmut, innere Ruhe oder Gemütsruhe ist eine innere Einstellung, die Fähigkeit, vor allem in schwierigen Situationen die Fassung oder eine unvoreingenommene Haltung zu bewahren. Sie ist das Gegenteil von Unruhe, Aufgeregtheit, Nervosität und Stress.»

Es steht weiter, dass Gelassenheit das emotionale Pendant zur rationalen Besonnenheit ist. Gelassenheit ist demzufolge etwas, das mit unserer Gefühlswelt zusammenhängt und Gefühle entstehen durch unsere Gedanken bzw. durch unsere Beurteilung und Interpretation der Situation. Also etwas, das in unserem Kopf entsteht, Haus gemacht sozusagen.

Ein gelassener Mensch, befindet sich in einer positiven Grundspannung und ist dadurch leistungsfähig und kreativ. Ebenfalls sind die Entscheidungen eines gelassenen Menschen deutlich besser als in einem hektischen und angespannten Zustand, denn unter negativer Spannung denkt und fühlt der Mensch, als hätte er Scheuklappen, er kann nicht mehr das ganze Spektrum seiner Möglichkeiten erkennen. Häufig wird nur noch eine emotionale Reaktion als Ausweg gesehen und diese hinterlässt meist unangenehme, wenn nicht gar irreparable Spuren.

Nun wie gelangen wir zu mehr Gelassenheit? Mit regelmässiger Übung und viel Ausdauer. Hier einige Anregungen dazu.

Direkt in einer hektischen Situation hilft es, inne zu halten, tief durchzuatmen und kurz zu analysieren, was Sie gerade so aufregt. Das Wichtigste ist jedoch zu schweigen und sich nicht von seinen Emotionen oder den Emotionen des Gegenübers mitreissen zu lassen. Beginnen Sie erst zu sprechen, wenn Sie sich beruhigt haben und Sie sachlich sprechen können. Ebenfalls direkt in der Situation hilft es, sich ausschliesslich auf die sachliche Information des Gegenübers zu konzentrieren und alle unsachlichen Bemerkungen zu ignorieren. Es kann auch helfen, die Situation zu unterbrechen und ein Glas Wasser trinken zu gehen, das beruhigt.

Nach einer hektischen Situation hilft es sich ausgiebig zu bewegen. Bewegung löst Spannungen und regt das Denken an. Oft werden die Gedanken oder Zusammenhänge durch die rhythmische Bewegung klarer und Sie gelangen noch während der Bewegung zu wunderbaren Lösungen und Ideen. Probieren Sie es aus und gehen Sie eine Stunde zügig durch den Wald, Sie werden überrascht sein! Es kann auch helfen die Situation mit einem Freund oder einer Fachperson zu reflektieren und nach allfälligen persönlichen Verhaltensmustern zu suchen und andere Verhaltensmöglichkeiten zu erarbeiten, um anschliessend damit zu experimentieren und neue Erfahrungen zu sammeln.

Weitere Möglichkeiten wie Sie Ihre Gelassenheit im Alltag üben können, sehe ich in regelmässiger, bewusster Entspannung, sei die nun mit Yoga, Meditation, Autogenem Training, progressive Muskelentspannung usw. Die regelmässige Praxis der Entspannung führt Sie zu einer inneren Balance, die in hektischen Situationen zum Tragen kommt. Und da fällt mir noch etwas ein, das Sie zu mehr Gelassenheit führen kann. Richten Sie den Blick auf das Positive in Ihrem Alltag. Gerade wenn Sie mit Menschen zu tun haben, versuchen Sie einmal ganz bewusst Ihren Fokus auf die positiven Eigenschaften Ihres Gegenübers zu legen. Dies mit folgendem Hintergrund: Menschen sind nicht, sie verhalten sich und das Verhalten kann von Kontext zu Kontext variieren. Eine andere Übung, den Blick auf das Positive zu richten ist, durch die Stadt zu gehen und sich ganz bewusst darauf zu achten, was es da alles Schönes zu sehen gibt. Oder beobachten Sie Menschen und achten Sie darauf, wie viele mit einem Lächeln durch die Welt gehen oder wie viele bunt angezogen sind. Dazu gebe ich Ihnen folgendes zu bedenken: Wir sehen das, worauf wir den Blick richten.

Eine meiner Eingangsfragen war: Passt Gelassenheit in unsere eher hektische, leistungsorientierte Welt? Was denken Sie?

Ich beantworte die Frage wie folgt: Gelassenheit passt nicht nur in die hektische, leistungsorientierte Welt in der wir leben, sie ist absolut notwendig, damit wir über lange Zeit körperlich und geistig gesund bleiben können und in der Berufswelt wie auch im privaten Umfeld ein Miteinander schaffen, das uns guttut. Stellen Sie sich vor, wie viel angenehmer es für Sie und Ihre Kollegen ist, wenn hektische Situationen von allen ruhig und überlegt angegangen werden. Allerdings sind Führungspersonen immer Vorbilder. Falls Sie eine Führungsposition innehaben, schreiten Sie mutig voran und üben Sie sich in Gelassenheit. Ich bin sicher, die Reaktionen werden Ihnen gefallen.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Möchten Sie mehr zum Thema Gelassenheit erfahren oder suchen Sie eine Reflexionspartnerin um zu mehr Gelassenheit zu gelangen? Dann melden Sie sich bitte bei mir, ich freue mich über Ihre Reaktion.

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