Endlich! DAS Rezept gegen Kurzabsenzen ist da.

Endlich! DAS Rezept gegen Kurzabsenzen ist da.

Ist diese Nachricht nicht wunderbar? Es gibt endlich ein einfaches Rezept, wie die Kurzabwesenheiten reduziert bzw. die Anwesenheit im Betrieb erhöht werden kann. Aber alles der Reihe nach.

Blaumacher und so

In fast jedem Betrieb oder Team gibt es sie, die Person(en), die regelmässig ein bis zwei Tage krank sind. Das ist für das Team wie auch für die Führungsperson unangenehmen. Denn je nach Betrieb fällt für die Anwesenden Mehrarbeit an und für die Führungskraft warten einige organisatorische und administrative Zusatzarbeiten. Diese Situation ist wirklich für alle ärgerlich.

Dazu platziere ich folgende Bemerkungen: Es gibt sie, die Krankheiten, die unvermittelt auftreten und nur kurze Zeit dauern. Ich denke da an Frauenleiden, Migräne und Co. Auch kann es durchaus angebracht und nützlich sein, sich einmal einen Tag auszuruhen, denn dies kann unter Umständen längere Absenzen verhindern. Auch gehören lange nicht alle, die ein bis zwei Tage krank sind, zu den sogenannten Blaumachern, also zu der Sorte Menschen, die ein System ausnutzen. Laut Matyssek (2014) gehören lediglich zwei Prozent der Mitarbeitenden zu den Blaumachern.
Da stellt sich für mich die Frage, weshalb erhalten diese wenigen Personen so viel Aufmerksamkeit von ihren Führungskräften? Wäre es nicht sinnvoller diese Energie in jene Mitarbeitenden zu stecken, die anwesend oder wenn sie fehlen, wirklich krank sind? Und wäre es nicht wertvoller, sich für die Anwesenheit einzusetzen statt gegen die Abwesenheit?

Und noch etwas zu den Blaumachern: Es gibt keine Blaumacher-Entlarvungstechnik. Sparen Sie Ihre Energie für wichtige Aufgaben.

Das Rezept und Formel

Nun zum Rezept. Führen Sie als Führungskraft Willkommensgespräche und zwar mit allen Mitarbeitenden, die abwesend waren, egal ob sie an einer Weiterbildung, in den Ferien oder krank waren. Laut Matyssek (2014) liegt der Königsweg der Anwesenheitsförderung in Willkommensgesprächen. Für sie gilt die Formel:

Willkommensgespräch = Jeder direkte Vorgesetzte mit jedem Mitarbeitenden nach jeder Abwesenheit.

Wann fehlen Menschen bei der Arbeit?

Bevor Sie in ein Willkommensgespräch nach einer krankheitsbedingten Abwesenheit gehen, vergegenwärtigen Sie sich nochmals, dass es in den allermeisten Fällen einen guten Grund gibt, weshalb die Menschen sich arbeitsunfähig meldeten. Laut Matyssek fehlen Menschen bei der Arbeit, wenn sie meinen, niemandem falle ihr Fernbleiben auf; sie sich über- und unterfordert fühlen, sie keine oder zu wenig Anerkennung in Form von Lob, Dank und Zuspruch erfahren; sie tatsächlich kurz arbeitsunfähig sind, weil sie an einer Kurzerkrankung leiden.

Möglicher Inhalt eines Willkommensgesprächs

Heissen Sie die Person willkommen! Fragen Sie nach dem Befinden der Person. Äussern Sie ihre Freude über die Rückkehr im Betrieb. Klären Sie die Person auf, was sich in der Zwischenzeit relevantes ereignet hat. Fragen Sie nach einer krankheitsbedingten Abwesenheit, ob die Abwesenheit mit der Arbeit oder dem Arbeitsplatz in Zusammenhang steht. Fühlen Sie sich frei in der Gestaltung des Gesprächs, aber führen Sie es.

Nun wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung von festinstallierten Willkommensgesprächen und eine Steigerung der Anwesenheit in Ihrem Betrieb!

Sollten Sie Fragen haben oder Kommentare, wenden Sie sich ungeniert an mich. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Literatur

Matyssek, A.K. (2014). Gesund Führen. Das Handbuch für schwierige Situationen. Norderstedt: Books on demand.
Gölz, B. & Looser-Paardekooper, M. (2004). Absenzenmanagement lohnt sich für alle. Wie Unternehmen psychischen Problemen vorbeugen können. Psychoscope, 9, S. 6-9.

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